GEDORE Deutschland meets GEDORE Österreich

Treffen die GEDORE Azubis der Standorte Deutschland und Österreich aufeinander, dann heißt es: kurz kennen lernen, ein Team bilden und gemeinsam eine unvergessliche Zeit verbringen.

Es kann losgehen – unsere erste Azubifahrt. Wohin es geht? Nach Waldkirchen in Bayern, zu unserem Standort der GEDORE-Werkzeugfabrik. Ziel dieser Fahrt ist, unsere Teamfähigkeit unter Beweis zu stellen und einen Einblick in andere Produktionsstandorte von GEDORE zu erhalten.


Treffpunkt für die Azubis aus Remscheid und Solingen ist bereits um 06:30 Uhr beim Pförtner des Werkes der GEDORE-Werkzeugfabrik auf der Remscheider Straße. Ein wenig zu früh, wie man in den Gesichtern sehen kann, doch die Vorfreude lässt die Müdigkeit vergessen. Mit dem Reisebus machen wir uns auf den rund 670 km langen Weg nach Waldkirchen. Mit an Bord: Personalleiter Sven Köster, Ausbilderin Sandra Schiermeyer, Ausbilder Frank Heisig, Betriebsratsvorsitzender Hans Hedderich und Ausbilder Rainer Kahrmann aus Solingen. Die Hinreise verläuft entspannt, viele nutzten sie, um den abgebrochenen Schlaf von heute Morgen nach zu holen. Andere hören Musik oder knüpfen erste Kontakte zu Kollegen des anderen Werks. Nach einer langen und etwas anstrengenden Fahrt erreichen wir das Ziel – das GEDORE Werk in Waldkirchen. Nach dem Check-in im Hotel und einer kurzen Stärkung in der GEDORE Kantine, lernen wir auch die anderen Azubis und deren Ausbilder aus den Standorten von Waldkirchen, Donaueschingen, Vaihingen an der Enz und Österreich kennen. Zu Anfang wirken alle noch etwas schüchtern. Die unerwartete, Dialekt bedingte Hürde zwischen deutschen und österreichischen Azubis stellt sich jedoch als unverhoffter Eisbrecher heraus. So verstehen sich alle recht schnell und finden als neue Gruppe zueinander. Am späten Abend geht es zurück ins Hotel. Die Lobby wird von den Jungs kurzerhand in eine „Public Viewing“-Location umfunktioniert – das Fußballspiel Bayern München gegen SL Benfica darf schließlich nicht verpasst werden. Typisch Jungs eben.
Nach einem ausgiebigen Frühstück, sind alle wieder fit und neugierig auf den zweiten Tag. Werksleiter Walter Kremsreiter stellte uns heute das Werk in Waldkirchen vor. Erster Gedanke – das Werk hat Geschichte. Relativ versteckt hinter Bäumen am anderen Ende des kleinen Dorfes, steht das, auf den ersten Blick, recht kleine, unscheinbare Werk. Produziert werden hier vorwiegend Schraubenschlüssel kleinerer Schlüsselweiten, aber auch OCHSENKOPF Produkte haben hier ihren Ursprung. Um es abwechslungsreicher zu gestalten, dürfen alle eigenständig und im eigenen Tempo durch die Produktionshallen gehen und die Produktionsschritte und Maschinen genauer beobachten. Das Werksinnere ist das genaue Gegenteil zur Dorfidylle Waldkirchens: heiß, stickig, laut und dreckig. Viele von uns sind fasziniert von der Arbeitsweise in der Schmiede, denn neben dem schweren und riesigen Schmiedehämmern, stehen Maschinen, bei denen Roboter die Führungen übernommen haben. Die Schmiede bleibt nicht die einzige Station unseres Rundgangs - Räumerei, Schleiferei und die Endfertigung der OCHSENKOPF Äxte besichtigen wir ebenfalls. Fragen wie z.B. „Worauf muss man beim Schleifen der Axtköpfe achten?“ oder „Wie sah die damalige Galvanik hier aus?“, beantworten die freundlichen und aufgeschlossenen Mitarbeiter geduldig. Mit diesen Eindrücken geht es anschließend zum Mittagessen. Die deftige und typisch bayrische Kost gibt uns wieder Kraft, die wir für die nächsten paar Stunden brauchten. Denn ein Highlight der Fahrt steht noch bevor – der Besuch im Kletterwald. Vielen von uns pochte das Herz vor Aufregung, denn nach Einteilung in Gruppen und der Sicherheitsunterweisung geht es direkt hoch in die Luft. Nun können wir auch den Ausbildern zeigen, dass wir als Team zusammenhalten, denn durch Teamwork und Einfühlungsvermögen nehmen wir allen die Angst und meistern den Kletterwald gemeinsam. Auch unsere Ausbilder nehmen die Herausforderung „Kletterwald“ an und beweisen ihr Geschick auf Strickleiter, Schwebebalken und Co. Den schweißtreibenden Tag lassen wir beim gemeinsamen Abendessen auf der Hütte ausklingen.
Der Abend war ein wenig länger als gedacht. Demzufolge sind wir am nächsten Morgen ziemlich müde, aber wer feiern kann, kann auch „arbeiten“. Am vorletzten Tag geht es erneut in das GEDORE Werk. Teambuildingmaßnahmen stehen auf dem Plan. Aufgeteilt in drei Gruppen, notieren wir unsere persönlichen Eigenschaften, die die anderen im Nachgang, den korrekten Personen zuordnen. Da wir am vorherigen Abend die Chance hatten uns besser kennen zu lernen, klappte das ganz gut. Das Spielkonzept „Schlag den Raab“ wird kurzerhand in der Version „Schlag den Köster“ neu aufgelegt - wir gegen unseren Personalleiter. Kein Problem, dachten wir am Anfang, doch Herr Köster erweist sich als würdiger Gegner. Beim Wettkampf im „Nageln“ müssen wir ihm neidlos das geschicktere Händchen zugestehen und den Gesamtsieg an unseren Personalleiter abtreten. Wir Azubis gehen jedoch eindeutig als Sieger der Herzen aus diesem Spiel hervor. Im Anschluss machen wir uns auf den Weg in den Nationalpark „Bayerischer Wald“. Dort erhalten wir eine Führung auf dem 1,3 km langen Baumwipfelpfad und erleben die heimische Natur von der Vogelperspektive aus in bis zu 44 Metern Höhe. Ein gelungener Schlusspunkt für eine Azubireise, gefolgt vom letzten gemeinsamen Abendessen. Drei spannende Tage sind vorbei. Wieder sehr, sehr früh am Morgen stehen wir versammelt vor unserem Reisebus und es heißt: „Servus Waldkirchen“. Wir verabschieden uns von den anderen Azubis und machen uns auf die lange Heimreise. Auf der Fahrt lassen wir das Geschehene Revue passieren: viel gelernt, viel erlebt und tolle Menschen kennengelernt. Wir hatten ordentlich Spaß und konnten viele positive Eindrücke sammeln. Auf jeden Fall verstehen wir nun alle besser, was es bedeutet, ein Teil von GEDORE zu sein.