ROTBAND-PLUS bei OCHSENKOPF Forstwerkzeugen
ROTBAND-PLUS für Forstwerkzeuge: Verbindung, Schutz und Belastbarkeit
Bei Äxten, Beilen und Spalthämmern wirken beim Auftreffen auf Holz erhebliche Kräfte. Neben der eigentlichen Schlagrichtung können Querkräfte, Vibrationen und Fehlschläge die Verbindung von Kopf und Stiel belasten. Das ROTBAND-PLUS System berücksichtigt diese Anforderungen durch eine Kombination aus Klemmung, zusätzlicher Sicherung und Stielschutz.
Die Forstwerkzeug-Ausführung wird bei unterschiedlichen Kopfformen eingesetzt. Dazu gehören Werkzeuge zum Fällen, Entasten und Spalten. Die Auslegung des Kopfes, die Schneidenform, das Gewicht und die Stiellänge bestimmen die jeweilige Anwendung; ROTBAND-PLUS ergänzt diese Konstruktion um ein Befestigungssystem für den Übergang zwischen Kopf und Stiel.
Die massive Stielschutzhülse schützt den Stiel vor Beschädigungen, wenn der Kopf nicht genau mit der Schneide oder Schlagfläche auftrifft. Der Ringkeil verteilt die Klemmkraft, während die Sicherungsplatte mit Verschraubung die Verbindung zusätzlich fixiert. Das System erhöht damit die konstruktive Sicherheit, ersetzt aber nicht die regelmäßige Kontrolle von Kopf, Stiel, Schneide und Befestigung.
Woher kommt das System?
ROTBAND-PLUS ist ein innerhalb der GEDORE Gruppe entwickeltes Stielbefestigungs- und Schutzsystem. Für OCHSENKOPF Forstwerkzeuge wurde es auf die besonderen Belastungen von Äxten, Beilen und Spalthämmern abgestimmt.
Die Grundidee besteht darin, die Verbindung zwischen Kopf und Holzstiel durch mehrere Elemente zu sichern. Ein Ringkeil übernimmt die Spreiz- und Klemmwirkung im Stiel. Die Sicherungsplatte mit Verschraubung ergänzt diese Verbindung. Die rote Stahlhülse schützt den Stiel und ist zugleich das sichtbare Kennzeichen des Systems.
ROTBAND-PLUS ist bei Forstwerkzeugen kein Ersatz für die richtige Werkzeugwahl. Ein Spalthammer, eine Spaltaxt, ein Beil und eine Forstaxt sind für unterschiedliche Aufgaben ausgelegt. Das Befestigungssystem sorgt dafür, dass Kopf und Stiel bei der vorgesehenen Nutzung möglichst zuverlässig zusammenarbeiten.
Woraus besteht das System?
Das ROTBAND-PLUS System bei Forstwerkzeugen besteht im Wesentlichen aus:
- Axt-, Beil- oder Spalthammerkopf: Die Kopfform und das Gewicht bestimmen, ob das Werkzeug zum Fällen, Entasten, Spalten oder für eine kombinierte Anwendung geeignet ist.
- Holzstiel: Bei Forstwerkzeugen wird häufig Hickoryholz verwendet. Stielform und Länge sind auf die jeweilige Werkzeugart und den vorgesehenen Bewegungsablauf abgestimmt.
- Massive rote Stielschutzhülse aus Stahl: Die Hülse schützt den Stiel unmittelbar unterhalb des Kopfes vor Beschädigungen durch Fehlschläge und hohe mechanische Belastungen.
- Ringkeil: Der Ringkeil ersetzt den klassischen flachen Holzkeil als zentrales Spreizelement und verteilt die Klemmkraft im Stiel gleichmäßiger.
- Sicherungsplatte: Die Platte liegt am Stielende im Kopfbereich an und unterstützt die Sicherung der Verbindung.
- Sicherungsschraube: Die Verschraubung hält die Sicherungsplatte und ergänzt die mechanische Verbindung.
Was ist der Nutzen?
ROTBAND-PLUS stabilisiert die Verbindung zwischen Forstwerkzeugkopf und Holzstiel. Die Kombination aus Ringkeil, Sicherungsplatte und Verschraubung reduziert das Risiko, dass sich der Kopf bei bestimmungsgemäßer Nutzung lockert. Die gleichmäßiger verteilte Klemmkraft unterstützt dabei einen festen Sitz des Stiels im Kopf.
Die Stielschutzhülse schützt den besonders beanspruchten Übergangsbereich. Bei einem Fehlschlag trifft nicht nur die Schneide oder Schlagfläche auf das Holz; auch der Bereich unterhalb des Kopfes kann belastet werden. Die Stahlhülse hilft, den Stiel vor solchen Beschädigungen zu bewahren.
Der Nutzen des Systems umfasst damit drei Bereiche: eine zusätzliche Sicherung der Kopf-Stiel-Verbindung, einen mechanischen Schutz des Stiels und eine potenziell längere Gebrauchsdauer des Werkzeugs. Die tatsächliche Sicherheit hängt außerdem von einem geeigneten Forstwerkzeug, einer intakten Schneide, einem unbeschädigten Stiel und der richtigen Anwendung ab.
Vor jedem Einsatz sollten Kopf, Stielschutzhülse, Sicherungsplatte, Verschraubung und Schneide kontrolliert werden. Werkzeuge mit Rissen, Lockerungen, starken Kerben oder anderen Schäden dürfen nicht weiterverwendet werden. Nach der Arbeit sollte das Forstwerkzeug trocken, sauber und vor Witterung geschützt gelagert werden.