GEDORE

GEDORE Abzieher

Wenn ein Lager, ein Zahnrad oder eine Nabe von einer Welle muss, braucht es mehr als Kraft allein: Es braucht das richtige Werkzeug. GEDORE bietet ein umfassendes Sortiment an Abziehwerkzeugen für Industrie, Maschinenbau, Fahrzeugtechnik und Wartung. Von der kontrollierten Demontage empfindlicher Bauteile bis zum Abziehen schwer zugänglicher oder korrodierter Verbindungen findet sich hier die passende Lösung.

GEDORE Abzieher in Anwendung in einer Werkstatt

Der richtige Abzieher für jede Demontage- und Montageaufgabe

Wer ein Lager, eine Riemenscheibe oder ein Zahnrad von einer Welle lösen will, steht vor einer grundlegenden Aufgabe: Die Kraft muss gleichmäßig und kontrolliert auf das abzuziehende Bauteil übertragen werden, ohne die Welle zu beschädigen oder das Bauteil zu verkanten.

Zwei- und dreiarmige Abzieher greifen dabei von außen hinter das Bauteil und ziehen es mit gleichmäßigem Zug von der Welle. Der dreiarmige Aufbau verteilt die Kraft auf mehr Angriffspunkte und eignet sich besonders bei nicht rotationssymmetrischen Bauteilen oder wenn ein schiefes Abziehen verhindert werden muss. Ein Innen- und Außenabzieher-Satz wie der 1.32 ermöglicht beide Anwendungen mit einem einzigen Werkzeugsatz. Für das kontrollierte Einbauen von Lagern bietet der Lagereinbauwerkzeugsatz 1.85/1 eine abgestimmte Lösung mit verschiedenen Adaptern.

Lager und Bauteile im engen Einbauraum lösen

Nicht immer lässt der verfügbare Bauraum einen klassischen Abzieher zu. Sitzt ein Lager tief in einer Bohrung oder hinter einem Bauteil, das keine Angriffsfläche von außen bietet, kommen Trennvorrichtungen und spezialisierte Kugellagerabzieher zum Einsatz.

Trennvorrichtungen greifen flach hinter das Bauteil, ohne dass viel Platz dahinter benötigt wird. Kugellagerabzieher wie der 1.29 sind auf das zuverlässige Herausziehen von Kugellagern aus Gehäusen und Bohrungen ausgelegt, auch wenn nur ein minimaler Greifspalt zur Verfügung steht. Innenauszieher wie der 1.30 greifen von innen in eine Bohrung und eignen sich für Buchsen, Nadellager und ähnliche Bauteile, die kein äußeres Angriffsprofil bieten.

Hohe Abziehkräfte sicher übertragen

Manche Verbindungen sitzen so fest, dass eine mechanische Spindel an ihre Grenzen stößt: korrodierte Wellen-Naben-Verbindungen, Presspassungen nach langem Betrieb oder besonders große Bauteile im Schwermaschinenbau. Für genau diese Fälle bietet GEDORE hydraulische Abziehwerkzeuge.

Die Hydraulikspindel ersetzt die klassische Gewindespindel und ermöglicht einen gleichmäßig aufgebauten, stufenlos regelbaren Zug. Das schont die Bauteile, verhindert abrupte Kraftspitzen und macht den gesamten Demontagevorgang kontrollierbarer. Der hydraulische Abzieher 1.17/2-HSP3 ist dreiarmig ausgeführt, erreicht Spannweiten bis 450 mm und Zugkräfte bis 12 t. Er eignet sich besonders für den Einsatz an schweren Land- und Baumaschinen sowie in der Industrie.

Für die Automotive-Branche konzipiert

In der Fahrzeugtechnik sind Abzieher unverzichtbar: Ob Kugelgelenk, Glühkerze, Pumpenrad, Steuerkettenrad oder Zündspule: Viele Bauteile lassen sich ohne das richtige Spezialwerkzeug nicht beschädigungsfrei demontieren. GEDORE bietet ein breites Automotive-Sortiment an Abziehwerkzeugen, das gezielt auf die Anforderungen in der Kfz- und Nfz-Technik abgestimmt ist.

Kugelgelenkabzieher wie die Serie 1.72 ermöglichen das sichere Lösen von Kugelgelenken unterschiedlicher Abmessungen, von kompakten Personenwagen bis hin zu Nutzfahrzeugen. Für beengte Einbausituationen stehen Universal-Kugelgelenkabzieher (1.73, 1.74) sowie Abdrücker-Sätze (KL-0165) zur Verfügung. Glühkerzen-Ausziehwerkzeuge wie der KL-0369-201 A ermöglichen die schonende Demontage festsitzender Glühkerzen und Glühstifte, unter anderem für Mercedes-Anwendungen. Der Steuerkettenrad-Abzieher KL-0282-53 ist speziell für VW 1.2 und 1.4 TSI-Motoren konzipiert. Für das Lösen von Riemenscheiben steht der fahrzeugspezifische Abzieher KL-1380-234 A zur Verfügung. Zündspulen-Abzieher wie der KL-0127-81 (VW-Audi) und KL-0127-86 (VW-Audi / Mercedes / Porsche) ermöglichen die berührungsschonende Demontage direkt eingesteckter Zündspulen.

Zu den Produkten

Weitere Abzieher-Features

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Industriestandard+

Schmiede- und Vergütungsverfahren für höchste Belastungsgrenzen

Made in Germany

Aus dem Herzen der GEDORE Schmiede in Remscheid

Exzeptionelle Belastbarkeit

Zugkräfte bis zu 15 t bei den HIGH Power Abziehern

Service-Highlights

Produktschulungen und Sicherheitshinweise von GEDORE Experten

Bereit auf HIGH POWER umzustellen?

Die Kraftpakete unter den Abziehern, alle weiteren Modelle und das passende Zubehör sowie Ersatzteile.

Antworten auf die häufigsten Fragen

Ein Außenabzieher greift mit seinen Haken von außen hinter das abzuziehende Bauteil, zum Beispiel hinter eine Nabe, ein Zahnrad oder eine Riemenscheibe. Er ist die häufigste Ausführung und eignet sich überall dort, wo ein äußerer Greifrand vorhanden ist. Ein Innenabzieher hingegen greift von innen in eine Bohrung und zieht das Bauteil, zum Beispiel ein Nadellager oder eine Buchse, nach außen heraus. Er kommt zum Einsatz, wenn kein äußerer Angriffspunkt vorhanden ist.

Ein hydraulischer Abzieher ist dann sinnvoll, wenn mechanische Spindelkräfte nicht ausreichen, zum Beispiel bei korrodierten Verbindungen, Presspassungen nach langem Betrieb oder besonders großen Bauteilen. Die Hydraulik ermöglicht einen gleichmäßigen, stufenlosen Kraftaufbau ohne abrupte Kraftspitzen, was sowohl die Bauteile als auch den Anwender schont.

 Entscheidend sind drei Faktoren: Erstens die Art der Greifsituation: Kann von außen gegriffen werden, braucht es einen Außenabzieher. Sitzt das Bauteil in einer Bohrung, ist ein Innenabzieher nötig. Ist kaum Platz hinter dem Bauteil, empfiehlt sich eine Trennvorrichtung. Zweitens die Spannweite: Sie muss dem Außendurchmesser des abzuziehenden Bauteils entsprechen. Drittens die Spanntiefe: Sie bestimmt, wie weit die Haken hinter das Bauteil reichen müssen, um sicher zu greifen.

Die Spannweite entspricht dem maximalen Abstand der Greifpunkte, also in der Regel dem Außendurchmesser des Bauteils. Die Spanntiefe gibt an, wie weit die Haken axial hinter das Bauteil reichen können. Beide Maße müssen auf die tatsächliche Einbausituation abgestimmt sein: Wenn das Bauteil tief auf der Welle sitzt oder ein breiter Flansch dahinter liegt, muss die Spanntiefe entsprechend groß gewählt werden. Zusätzlich sollte genug Bewegungsfreiheit rund um das Bauteil eingeplant werden, damit der Abzieher angesetzt und betätigt werden kann.

Die Entscheidung hängt von der konkreten Einbausituation ab. Als einfache Entscheidungshilfe: Ist das Greifen von außen möglich, ist ein Außenabzieher die erste Wahl. Sitzt das Bauteil in einer Bohrung ohne äußeren Greifrand, kommt ein Innenabzieher zum Einsatz. Ist kaum Platz hinter dem Bauteil vorhanden, eignet sich eine Trennvorrichtung mit flachem Haken besser. Sind sehr hohe Kräfte erforderlich oder sitzt das Bauteil korrosionsbedingt besonders fest, ist ein hydraulisches Abziehwerkzeug die sicherste Lösung.