GEDORE

GEDORE Schlagwerkzeuge

Schlagwerkzeuge übertragen einen Hammerschlag auf eine kleine, genau definierte Arbeitsfläche. Je nach Werkzeug werden Stifte bewegt, Bearbeitungspunkte markiert, Werkstoffe getrennt, Öffnungen ausgestanzt oder Nietverbindungen bearbeitet. Entscheidend sind deshalb Form und Abmessung des Arbeitsendes, der zu bearbeitende Werkstoff und die erforderliche Schlagkraft. GEDORE deckt diese Aufgaben mit Einzelwerkzeugen und verschiedenen Sätzen ab.

Körner, Meißel und Durchtreiber von GEDORE neben einem Hammer

Werkstoffe bearbeiten, ohne Kompromisse

Durchtreiber, Splinttreiber, Körner, Meißel, Locheisen und Nietwerkzeuge gehören zu den handgeführten Werkzeugen für die Metall- und Holzverarbeitung, den Maschinenbau, Kfz-Werkstätten und das Handwerk.

Die Kraft wird meist mit einem Hammer auf das angesetzte Werkzeug übertragen. Je nach Werkzeugform lassen sich Verbindungselemente aus Bohrungen treiben, Bohrpunkte markieren, Werkstoffe trennen oder abtragen, runde Löcher stanzen und Nietverbindungen schließen. Egal, für welche Aufgabe das Schlagwerkzeug eingesetzt wird, essentiell sind höchste Standzeiten, exakte Geometrien und maximale Sicherheit bei jedem Hammerschlag.

Stifte und Bolzen austreiben

Durchtreiber und Splinttreiber

Durchtreiber und Splinttreiber liegen funktional nah beieinander, sind aber nicht identisch. Beide übertragen Schläge axial auf Stifte oder ähnliche Bauteile. Der Unterschied liegt vor allem in der Form des Arbeitsendes und in der vorgesehenen Phase des Arbeitsvorgangs. 

Durchtreiber besitzen ein abgestuftes oder verjüngtes Arbeitsende und können Stifte, Bolzen oder andere Bauteile zunächst in Bewegung bringen. Splinttreiber besitzen über einen längeren Bereich einen weitgehend gleichbleibenden Arbeitsdurchmesser. Dadurch können Stifte nach dem ersten Lösen weiter durch eine Bohrung ausgetrieben werden. Die Werkzeuge können innerhalb eines Arbeitsablaufs aufeinander folgen. Ein Durchtreiber eignet sich besonders, um einen festsitzenden Stift zunächst zu lösen oder bei Montagearbeiten Bauteile auszurichten. Ist der Stift bereits in Bewegung und muss weiter durch eine Bohrung geführt werden, bietet der lange, gleichmäßige Arbeitsbereich eines Splinttreibers Vorteile.

Typische Anwendungen

  • Austreiben von Bolzen und Stiften
  • Entfernen von Splinten und Nieten
  • Lösen von Verbindungselementen bei Demontagearbeiten
  • Arbeiten an Baugruppen, Maschinen und Fahrzeugen
  • Verwendung zusammen mit einem Hammer

Markieren, trennen und bearbeiten

Körner und Meißel

Ein Körner ist ein runder oder achtkantiger Stahlstift mit einer gehärteten, scharf zulaufenden Kegelspitze. Beim Ankörnen wird die Spitze auf dem vorgesehenen Bohrpunkt angesetzt und mit einem Hammer belastet.

Dabei entsteht eine kleine Vertiefung im Werkstück. Sie dient dem Bohrer als Ansatzpunkt und verringert das Risiko, dass der Bohrer auf einer glatten Metalloberfläche seitlich verrutscht. Form, Spitzenwinkel und Abmessung müssen zum Werkstück und zur geplanten Bohrung passen. Die Spitze konzentriert den Hammerschlag auf eine kleine Fläche. Damit lassen sich Bearbeitungspunkte reproduzierbar kennzeichnen und Werkzeuge bei nachfolgenden Arbeiten gezielter ansetzen. Für die Auswahl sind Spitzenausführung, Schaftgröße und Werkstoff des Werkstücks wichtig. Eine feinere Spitze erzeugt eine kleinere Markierung, ist aber nicht für beliebig hohe Schlagkräfte vorgesehen. Größere Körner bieten entsprechend robustere Abmessungen für kräftigere Markierungen.

Typischer Arbeitsablauf

  1. Bohrpunkt auf dem Werkstück festlegen.
  2. Körnerspitze am markierten Punkt ansetzen.
  3. Mit einem geeigneten Hammer einen Schlag ausführen.
  4. Bohrer in der entstandenen Vertiefung ansetzen.

Meißel bestehen aus gehärtetem Werkzeugstahl und besitzen an der Spitze eine keilförmige Schneide. Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Formen zum Einsatz, beispielsweise Flachmeißel oder Kreuzmeißel.

Durch den Hammerschlag wird die Schneide in das Werkstück getrieben. So lässt sich geeignetes Material trennen, schlitzen oder abtragen. Typische Arbeiten sind das Trennen von Blechen, das Abschlagen alter Schraubenköpfe, das Einbringen von Nuten sowie das Bearbeiten von Schweißnähten.

Typische Anwendungen

  • Trennen von Blechen und anderen geeigneten Werkstoffen
  • Schlitzen und Einbringen von Nuten
  • Abtragen von Material
  • Abschlagen alter Schraubenköpfe
  • Bearbeiten beziehungsweise Glätten von Schweißnähten

Öffnungen und Nietverbindungen

Locheisen und Nietwerkzeuge

Ein Locheisen besitzt an der Unterseite eine kreisrunde, scharf geschliffene Schneide. Der Schneidbereich ist innen hohl. Beim Schlag auf das Locheisen wird die Schneide durch das Material getrieben und stanzt ein rundes Loch aus. Der ausgestanzte Materialrest kann durch den hohlen Schaft nach oben oder außen abgeführt werden. Locheisen werden dadurch für wiederkehrende Lochungen mit gleichbleibendem Durchmesser eingesetzt.

Typische Anwendungen

  • Herstellen von Löchern in Leder
  • Stanzen von Dichtungs- und Gummimaterialien
  • Bearbeiten von Pappe und weichen Kunststoffen
  • Lochungen in Planen und vergleichbaren weichen Materialien
  • Anfertigen oder Anpassen von Durchführungen

Nietwerkzeuge werden zum Herstellen und Schließen von Nietverbindungen eingesetzt. Dazu zählen manuelle Werkzeuge wie Nietzieher und Nietkopfsetzer sowie Blindnietzangen.

Ein Nietzieher presst die zu verbindenden Bleche beziehungsweise Bauteile zusammen und unterstützt das korrekte Ansetzen der Nietverbindung. Mit einem Nietkopfsetzer wird der Schließkopf eines Niets rundgeformt. Bei Blindnietzangen wird der Nietdorn gezogen. Dadurch verformt sich der Nietschaft auf der Rückseite und verbindet die Bauteile dauerhaft.

Typische Anwendungen

  • Verbinden von Blechen und geeigneten Bauteilen
  • Herstellen dauerhafter Nietverbindungen
  • Montage- und Reparaturarbeiten
  • Arbeiten an Verkleidungen, Gehäusen und Konstruktionen
  • Einsatz von Handnietwerkzeugen und Blindnietzangen
Zu den Produkten

Weitere Schlagwerkzeug-Features

Schemazeichnung des Zusammenspiels zwischen GEDORE Hämmern und Meißeln

Allianz für sicheres Arbeiten

Beim Zusammenprall von Hammerbahn und Meißelkopf werden große Kräfte freigesetzt. Der Einsatz von GEDORE Hämmern in Kombination mit GEDORE Meißeln ist eine gute Voraussetzung für sicheres Schlagen. Bei nicht vorschriftsmäßig geschliffenen Hämmern und Meißeln geht ein großer Teil der aufgebrachten Kraft nicht in die Meißelspitze und kann zu Materialabsplitterungen führen. GEDORE Hämmer und Meißel sind optimal aufeinander abgestimmt und lenken durch vorschriftsmäßige geometrische Form den größten Teil der aufgebrachten Kraft in Richtung der Meißelspitze.

Mehr über GEDORE Hämmer

Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

Industriestandard+

Hochwertige Industriequalität für härteste Dauerbeanspruchung

Made in Germany

Fertigung in den GEDORE Werken

Stahlqualitäten

Fertigung aus 45CrMoV7 Lufthärterstahl

Antworten auf die häufigsten Fragen

Durchtreiber eignen sich besonders zum Ansetzen, Lösen und Positionieren. Splinttreiber besitzen einen längeren Arbeitsbereich mit definiertem Durchmesser und können einen gelösten Stift weiter durch eine Bohrung treiben.

Breite, Form und Geometrie der Schneide bestimmen, wie konzentriert der Schlag in den Werkstoff eingeleitet wird und welche Bearbeitung möglich ist.

Wenn regelmäßig Öffnungen in unterschiedlichen Durchmessern hergestellt werden und die enthaltenen Größen zum verwendeten Material passen.

Ein Körner erzeugt eine definierte Vertiefung zur Markierung eines Bearbeitungspunkts.