Energiesektor
Arbeiten in der Energiewirtschaft: Herausforderungen für Mensch und Werkzeug
Drei Branchen, drei Umgebungen, drei Anforderungsprofile – und jeweils eine klare GEDORE-Antwort. Windkraft, Elektrotechnik und Solarmontage stellen unterschiedliche Ansprüche an dein Werkzeug: von kabellosen Hochmomentschraubern in schwindelerregenden Höhen über VDE-geprüfte Drehmomentpräzision an Schaltanlagen bis hin zur millimetergenauen Modulverschraubung auf dem Dach. Hier findest du die Lösungen, die in deinem Arbeitsalltag wirklich zählen.
Windkraft & Montage: Extreme Höhen und gewaltige Drehmomente
Der Aufbau und die Wartung von Windkraftanlagen – Onshore wie Offshore – verbinden schwersten Stahlbau mit schwindelerregenden Höhen. Hier zählt jedes Gramm Werkzeuggewicht beim Aufstieg. Und oben angekommen zählt absolute Zuverlässigkeit bei Wind, Salznebel und Wetter.
In solchen Höhen muss das Werkzeug leicht und sicher am Mann sein und vor allem zuverlässig funktionieren, wenn Flanschverbindungen am Turm und in der Gondel zentimetergenau mit mehreren tausend Newtonmetern angezogen werden. Beides gleichzeitig zu lösen, ist die eigentliche Herausforderung der Höhenmontage.
Bei extremen mechanischen Lasten im Windenergie- und Offshore-Sektor, wie an Turmflanschen, Rotorblättern oder Azimut-Antrieben, bieten die GEDORE Akkuschrauber LDA3 und LDA3 Solution Core kabellose Power bis 8.000 Nm. Ohne schwere Hydraulikaggregate sichern sie maximale Mobilität in der engen Gondel oder auf hoher See, während der 360°-Drehkopf ergonomisches Arbeiten garantiert. Bei salzwasserverkrusteten Bolzen liefert der bürstenlose Motor ein massives Losbrechmoment, und das sonnenlichttaugliche Display zeigt den Status stets präzise an. Die Solution-Variante steuert Drehmoment-Drehwinkel-Anzüge exakt, löst den Reaktionsarm automatisch und dokumentiert jeden Vorgang digital für strenge Offshore-Sicherheitsaudits.
Elektrotechnik & Netze: Arbeiten unter Hochspannung
Elektroniker für Betriebstechnik tragen täglich Verantwortung für die Netzsicherheit. Bei der Montage von Schaltanlagen bleibt kein Spielraum für minderwertiges Werkzeug. Reihenklemmen und Stromschienen verlangen exakte Newtonmeter-Vorgaben. Zu niedrige Drehmomente bedeuten Übergangswiderstand und Kabelbrand, zu niedriger bedeutet beschädigte Klemmen und instabile Verbindungen. Gleichzeitig muss jedes eingesetzte Werkzeug extremen mechanischen Belastungen standhalten – ohne dass die Isolierung auch nur den kleinsten Riss bekommt.
Die GEDORE TORCOFIX VDE Drehmomentschlüssel sind bis 1.000 Volt stückgeprüft nach DIN EN 60900. Das unlösbar aufgebrachte Tauch-Isolationsverfahren schützt dich im Ernstfall zuverlässig vor elektrischen Schlägen. Ein Schutz, den wir bei unserem Drehmomentservice sogar erhalten können. Wir nehmen die Rekalibrierung im eigenen DAkkS-geprüften Labor ohne Beschädigung der Isolierung vor.
Solartechnik: Saubere Verbindungen vom ersten Meter an
PV-Kabel richtig abzumanteln und zu crimpen klingt nach Routine – entscheidet aber darüber, ob eine Anlage jahrzehntelang zuverlässig läuft. Mit den richtigen Werkzeugen zum Crimpen und Abisolieren schaffst du die richtigen Voraussetzungen für saubere Verbindungen, die lange halten. Mit dem GEDORE Multi-Kabelmesser 4529 mantelst du PV-Rundkabel von 4–28 mm sauber ab, mit automatischer Umstellung von Rund- auf Längsschnitt, ohne das Messer abzusetzen, und integrierter Abisolierfunktion für flexible und massive Leiter. Für die anschließende Verbindungstechnik stehen zwei spezialisierte Crimpzangen zur Wahl: Die GEDORE 8157 setzt nicht isolierte Kabelschuhe und Rohrkabelschuhe bis 16 mm² präzise und reproduzierbar – ideal für Erdungskabel und Anschlussklemmen. Die GEDORE 8142 übernimmt isolierte Kabelschuhe mit Präzisions-Ratschenmechanismus für gleichbleibende Crimpverbindungen überall dort, wo zusätzlicher Berührungsschutz gefragt ist.
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Bereit für dein Werkzeug?
Neben Crimpwerkzeugen, VDE-isolierten Werkzeugen und Drehmomentschlüsseln haben wir viele weitere Werkzeuge, die dir den Arbeitsalltag im Werk oder auf Montage erleichtern.
Antworten auf die häufigsten Fragen
GEDORE verwendet im Zangenmaul eine zweifach versetzte, induktiv gehärtete Verzahnung, deren Zähne gegen die Drehrichtung gestellt sind. Das erzeugt einen werkzeugeigenen Selbstklemm-Effekt: Die Zange beißt sich unter Belastung von alleine fest – je mehr Kraft du aufwendest, desto sicherer der Griff. Auf nassen Edelstahlrohren ist das kein Komfort, sondern Sicherheit.
Ja – und das ist keine Empfehlung, sondern eine Voraussetzung für die langfristige Genauigkeit. Bei allen mechanischen Drehmomentschlüssel-Modellen mit interner Spiralfeder – wie dem TORCOFIX VDE – musst du die Feder nach dem Einsatz auf den kleinsten Skalenwert zurückdrehen. Das verhindert Materialermüdung der Feder und sichert die Kalibrierungsgenauigkeit über die gesamte Lebensdauer des Werkzeugs.
Die Werkzeuge werden im Werk bei 10.000 Volt im Wasserbad stückgeprüft. Leichter Schmutz an der Oberfläche schadet nicht und kann einfach gereinigt werden. Sobald jedoch tiefe Schnitte, Risse oder das darunterliegende gelbe Trägermaterial sichtbar sind, ist die Isolation kompromittiert. In diesem Fall: Werkzeug sofort aus dem Verkehr ziehen und ersetzen. Kein Kompromiss.
Nein – und das aus gutem Grund. Standard-Maulschlüssel sind auf Drehmomentübertragung durch Zug optimiert, nicht auf Schlagenergie. Unter Hammerschlägen können sie splittern oder brechen, mit einem Risiko von Verletzungen. Für festsitzende Flansche im Rohrleitungsbau und Tiefbau musst du zwingend auf GEDORE Schlag-Ringschlüssel (z. B. No. 133) setzen – die sind für genau diese Schlagenergie konstruiert und erprobt.