GEDORE Drehmomentvervielfältiger und Drehmomentbegrenzer
Drehmoment gezielt erhöhen oder begrenzen
GEDORE Drehmomentvervielfältiger und Drehmomentbegrenzer erfüllen unterschiedliche Aufgaben bei kontrollierten Schraubverbindungen. Drehmomentvervielfältiger erhöhen das Eingangsdrehmoment und ermöglichen dadurch das kontrollierte Anziehen oder Lösen von Verschraubungen mit sehr hohen Drehmomenten. Sie kommen insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, in der Energie- und Verkehrstechnik sowie bei Wartungs- und Montagearbeiten zum Einsatz. Drehmomentbegrenzer hingegen begrenzen das Drehmoment von Schraubern auf einen voreingestellten Wert. Sie eignen sich vor allem für wiederholgenaue Verschraubungen in der industriellen Montage und Fertigung, bei denen ein Überziehen vermieden werden muss.
Drehmomentvervielfältiger DREMOPLUS
DREMOPLUS Drehmomentvervielfältiger werden mechanisch und handbetätigt in Verbindung mit einem Drehmomentschlüssel eingesetzt. Ein Präzisionsgetriebe vervielfacht das eingebrachte Eingangsdrehmoment. Der integrierte Reaktionsarm stützt sich an einem geeigneten festen Gegenlager ab und nimmt das entstehende Reaktionsmoment auf. Dadurch lassen sich hohe Drehmomente mit geringerem Kraftaufwand kontrolliert übertragen – ohne Strom oder Druckluft. Je nach Ausführung stehen unterschiedliche Drehmomentbereiche und Reaktionsarmformen zur Verfügung; der DREMOPLUS ALU DVV-13Z erreicht beispielsweise bis zu 1.300 Nm, während Modelle wie der DVV-40ZRS für bis zu 4.000 Nm ausgelegt sind.
Drehmomentbegrenzer RTU
GEDORE RTU-Drehmomentbegrenzer werden als Verbindungselemente für Schrauber eingesetzt. Bei Erreichen des voreingestellten Drehmoments gleitet der Präzisionsmechanismus deutlich spürbar durch. Dadurch wird ein weiteres Übertragen des eingestellten Drehmoments verhindert und eine gleichmäßige, wiederholgenaue Verschraubung unterstützt. Die RTU-Baureihe umfasst unter anderem den RTU 1 für 0,1 bis 1 Nm, den RTU 4 für 0,6 bis 4,5 Nm und den RTU 14 für 2 bis 14 Nm. Die Vorteile liegen in kontrollierten Montageprozessen, einem zuverlässigen Schutz vor Überlastung und einer geringeren Belastung von Bauteilen und Gewinden.
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Weitere Drehmoment-Features
Drehmoment-Service
Regelmäßige Prüfung, Kalibrierung und fachgerechte Wartung sichern die Funktionsfähigkeit von Drehmomentwerkzeugen und ergänzenden Komponenten. Der GEDORE Drehmoment-Service unterstützt bei Kalibrierung, Justage, Reparatur und dokumentierter Prüfung. So bleiben Genauigkeit und Betriebssicherheit auch bei häufig eingesetzten Werkzeugen erhalten.
Elektronische Drehmomentschlüssel
Elektronische Drehmomentschlüssel ermöglichen die präzise Erfassung von Drehmoment und je nach Ausführung auch Drehwinkel. Bei qualitätsrelevanten Schraubprozessen können Messwerte gespeichert, ausgewertet und dokumentiert werden. In Verbindung mit geeigneter Prüf- und Analysetechnik entsteht eine nachvollziehbare Grundlage für Prozesskontrolle und Schraubfallanalyse.
Drehmomentschlüssel
Drehmomentschlüssel liefern das definierte Eingangsdrehmoment für einen mechanischen Drehmomentvervielfältiger. In Kombination mit dem passenden Vervielfältiger lassen sich hohe Ausgangsdrehmomente kontrolliert auf die Verschraubung übertragen. Entscheidend sind ein geeigneter Drehmomentbereich, die passende Antriebsaufnahme und eine sichere Abstützung über den Reaktionsarm.
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick
Industriestandard+
Hohe Auslösegenauigkeiten ab ± 3% für sensible Verschraubungen
Prüfzertifikat
Individuelle Prüfzertifikate für die DREMOPLUS Serie
Made in Germany
Entwicklung und Fertigung in unserem Drehmoment-Kompetenzzentrum
Service-Highlights
Wartung, Reparatur, technische Beratung und Produktschulungen
Drehmomentvervielfältiger werden eingesetzt, wenn Verschraubungen mit hohen Drehmomenten angezogen werden müssen. Sie kommen unter anderem im Maschinenbau, Anlagenbau, Brückenbau, Schiffsbau, Kraftwerksbau und in der Schwerindustrie zum Einsatz.
Ein mechanischer Drehmomentvervielfältiger erhöht das Eingangsdrehmoment über ein Getriebe. Das eingebrachte Drehmoment wird mit einem definierten Übersetzungsverhältnis auf das Ausgangsdrehmoment übertragen. Ein Reaktionsarm nimmt dabei die entstehenden Gegenkräfte auf.
Ein dynamischer Drehmomentbegrenzer begrenzt das übertragene Drehmoment bei rotierenden Schraubprozessen. Dadurch können Bauteile und Verbindungselemente vor einer zu hohen Belastung geschützt werden.